Flottenzuwachs beim Roten Kreuz: Hilfe auf 2 Rädern!

Flottenzuwachs beim Roten Kreuz: Hilfe auf zwei Rädern

Das Rote Kreuz erweitert seine Fahrzeugflotte. Nicht, wie man meinen möchte, um neue Rettungsfahrzeuge. Nein, es sind Motorräder, die nun in den Dienst gestellt werden. Künftig werden „die Maschinen“ in ganz Tirol unterwegs sein. Ausgestattet sind sie – genau wie die Einsatzfahrzeuge auf vier Rädern – mit Blaulicht und Folgetonhorn.

Kilometerlange Staus auf der Autobahn bei brütender Sommerhitze, Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen oder die Topografie Tirols mit Siedlungen auch in entlegenen Seitentälern: Sind Personen in gesundheitlicher Not, müssen die MitarbeiterInnen des Roten Kreuzes rasch Hilfe leisten, unabhängig davon, wo und unter welchen Umständen sich der Notfall ereignet hat. Diese rasche Hilfe noch ein Stück schneller zu gestalten war für das Rote Kreuz in Innsbruck Land einer der Hauptbeweggründe, den Einsatzfuhrpark um zwei Motorräder und das Team um 15 Motorrad affine MitarbeiterInnen aufzustocken. Ab Mai werden sie den Rettungsdienst im gesamten Bundesland unterstützen.

Nicht nur Hilfe, sondern auch Prävention und Information

Zur Aufgabe der Motorradstaffel gehört nicht nur die Hilfeleistung, sondern auch die Prävention. Jan Reiter, der im Roten Kreuz Innsbruck Land die Motorradstaffel leitet, sieht darin einen klaren Mehrwert: „Unsere MitarbeiterInnen sind auch da, um das Risikobewusstsein bei den VerkehrsteilnehmerInnen zu schärfen. Das heißt, wir sind auf der Straße, um Menschen zu helfen und auch, um präventiv zu wirken, damit Unfälle insbesondere mit Motorrädern erst gar nicht passieren“. Die Motorradstaffel des Roten Kreuzes ist daher vor allem auf Strecken unterwegs, die bei Zweirad-Fans beliebt sind. „Information, Gesundheitstipps, Aufklärung – wir sind flexibel und vielseitig einsetzbar“, sagt Reiter.

Top ausgebildet und ausgestattet unterwegs

Die MitarbeiterInnen der Motorradstaffel sind zumindest RettungssanitäterInnen und EinsatzfahrerInnen. Jedes Motorrad ist mit einer Person besetzt, unterwegs sind die beiden als Team. Die Wahl bei den Motorrädern fiel auf die Ducati 1250 Multistrada, die bei der Polizei schon seit Jahren erfolgreich im Einsatz ist. Die Motorräder wurden mit dem gesamten Material aufgerüstet, welches bei sanitätsdienstlichen Versorgungen benötigt wird. „Also beispielsweise auch mit einem Defi. So ist eine professionelle Versorgung bis zum Eintreffen des Rettungswagens gewährleistet“, erklärt Jan Reiter. Wichtig ist Reiter aber nicht nur die Ausstattung der Zweiräder, sondern vor allem auch die Kennzeichnung von FahrerIn und Motorrad: „Unsere MitarbeiterInnen tragen hochqualitative Motorradkleidung und eine Überwurfweste. Diese ist, wie auch der Helm und das Motorrad, im Rotkreuz-Design gestaltet, sodass wir auch gut erkennbar sind“.

Mitalarmierung über die Leitstelle Tirol

Die Motorradstaffel des Roten Kreuzes verrichtet in den Monaten Mai bis Oktober Dienst. „Die Wochenenden“, so Jan Reiter, „besetzen wir tagsüber gänzlich, an den Wochentagen und in der Nacht sind wir flexibel. Werden wir benötigt, rücken wir aus. Bei First-Responder-Einsätzen werden die Motorräder über die Leitstelle Tirol alarmiert. „Wir warten jedoch nicht auf der Dienststelle, bis wir einen Auftrag erhalten, sondern sind wir im Dienst, sind wir auch unterwegs. Haben wir keinen medizinischen Einsatz, so nützen wir die Zeit und leisten Präventionsarbeit oder andere Tätigkeiten wie z. B. Bluttransporte“, erzählt Reiter. Die MitarbeiterInnen der Motorradstaffel – unter ihnen eine Frau – freuen sich jedenfalls sehr auf den Dienstbeginn und ihre neue Herausforderung auf zwei Rädern. Sie wollen für die Menschen da und vor allem mit einem Lächeln unterwegs sein, das man selbst durch den Vollvisierhelm gut erkennen kann.

Text mit freundlicher Genehmigung des Roten Kreuz Tirols
Infos zum Roten Kreuz Innsbruck mit Spendeninformation

Das Rote Kreuz setzt wie die österreichische Polizei bei der Kommunikation auf Headsets und Handmonofone der Marke Titan Communication geliefert von Imtradex Hör-Sprechsysteme aus Wien. Die Headsets erlauben auch bei hohen Geschwindigkeiten und unangenehmen Umgebungsbedingungen (wie z.B. bei Regen, starker Wind, …) eine einwandfreie Hör-Sprechverbindung mit den KollegInnen und der Leitstelle. Die Headsets werden mittels Nexus-Stecker am externen Handbedienteil (ausgestattet mit Mikrofon, Lautsprecher und großer Sendetaste) angesteckt. Somit kann auch nach Absetzen des Helms weiter kommuniziert werden. Aufgrund der drahtlosen Sendetaste, die am Lenker montiert ist, bleiben beide Hände immer am Lenker. Somit ist die Sicherheit beim Fahren gewährleistet.

Weitere Infos zu Motorradsprechgarnituren finden Sie hier!

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung des Roten Kreuz Tirols / Daniel Liebl

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