Auracast in Hörgeräten und Cochlea-Implantaten

Auracast in Hörgeräten und Cochlea-Implantaten

Auracast in Hörgeräten und Cochlea-Implantaten

Die gesamte Hörgerätebranche – sowohl Hörgeräte als auch Cochlea-Implantate – bewegt sich eindeutig in Richtung Bluetooth LE Audio und Auracast. Für uns und für AV-Integratoren bedeutet dies, dass Auracast nicht mehr nur ein Zukunftskonzept ist, sondern eine Technologie, die bereits auf den Markt kommt und sich schnell zu einer Standardoption für Hörhilfen entwickeln wird.

Auf der Hörgeräteseite gibt es bereits Produkte, die offiziell Auracast-kompatibel sind. GN (ReSound und Beltone) und Starkey sind die bekanntesten Vorreiter. ReSound Nexia und Beltone Envision werden direkt als „made for Auracast” vermarktet und verwenden Bluetooth LE Audio mit Audioübertragung. Die neuesten Premium-Produktreihen von Starkey (Edge AI, Omega AI) werden in Fachkreisen und Nutzerberichten ebenfalls als Auracast-fähig positioniert.

Gleichzeitig bieten alle großen Hörgerätehersteller mittlerweile Auracast-fähige Produkte an, auch wenn das Auracast-Logo noch nicht immer im Marketing verwendet wird. Demant (Oticon Intent, Bernafon Encanta), Sonova (Phonak Lumity / Sphere / Infinio, Unitron Moxi V-R und Reach), WS Audiology (Signia Pure Charge&Go IX, Signia Active IX / Active Pro IX sowie die Produktreihen von Widex/Rexton/Philips) und GN beyond Nexia (ReSound Vivia, Savi, ENZO Q) bieten alle Modelle mit integrierter Bluetooth LE Audio-Hardware an. Diese Produkte werden oft als „zukunftssicher“ bezeichnet: Der Chipsatz und der Funk unterstützen bereits LE Audio und sind technisch für Auracast bereit, aber die volle Auracast-Funktionalität hängt von Firmware-Updates und der Reife des umgebenden Ökosystems (Telefone, Fernseher, öffentliche Sender) ab.

Ein sehr ähnlicher Trend ist nun auch im Bereich der Cochlea-Implantate zu beobachten. Der Nucleus 8-Soundprozessor von Cochlear wird als erster Cochlea-Implantat-Soundprozessor vermarktet, der für Bluetooth LE Audio und Auracast-Audioübertragungen geeignet ist. Er soll mit der entsprechenden Firmware und an kompatiblen Orten direkt mit Auracast-Übertragungen an Orten wie Flughäfen, Theatern und Konferenzzentren verbunden werden können.  In den jüngsten Produktmitteilungen von Cochlear ist von LE Audio-fähigen Soundprozessoren und der Verwendung von Auracast als Teil zukünftiger „intelligenter” Implantatsysteme die Rede, wobei auch hier Firmware-Updates eine wichtige Rolle spielen. Andere Implantathersteller wie MED-EL und Advanced Bionics geben öffentlich bekannt, dass sie LE Audio und Auracast unterstützen wollen, sobald der Markt und die Infrastruktur ausgereift sind, auch wenn die Details zum Auracast-Branding und der Zeitplan noch nicht so konkret sind wie im Hörgerätesegment.

In der Praxis bedeutet dies, dass eine große und schnell wachsende Zahl von Menschen mit Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten bereits heute über Auracast-fähige oder Auracast-fähige Geräte verfügt. Da die Hersteller Software-Updates bereitstellen und immer mehr Fernseher, Smartphones und AV-Systeme Auracast unterstützen, können diese Nutzer Auracast-Übertragungen empfangen, ohne ihre Geräte austauschen zu müssen.

Wir bieten auch Hybrid-Systeme an, wie z.B. das Audiofils Opus AuraLoop für Beratungssituationen, das zusätzlich neben der AuraCast-Funktion auch mit der bisher eingesetzten T-Coil-Funktion für Hörgeräteträger, ausgestattet ist. Weiters gibt es hierzu die Version AuraLoop+ die darüber hinaus auch noch über einen einfach verwendbaren Zusatzhörer verfügt. So sieht Zukunftssicherheit aus!

Weitere Infos zu unseren Auracast-Anwendungen

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